Verbraucherschutz Einführung

Doraldt, Verbrauchervertragsrecht und Rechtswahl, Archiv für die civilistische Praxis (AcP) 215 (2015), 855 – 892 

Thomas, Wettbewerb in der digital economy: Verbraucherschutz durch AGB-Kontrolle im Kartellrecht?, NZKart, 3/2017, 92 - 98.

Klocke, Der Rechtsschutz in kollektiven Strukturen – die Verbandsklage im Verbraucher- und Arbeitsrecht (Habil) 

 

Schürnbrandt, Verbraucherschutz bei unentgeltlichen Finanzierungen, in: WM 2016, 1105

 

Markus Artz,Integration verbraucherprivatrechtlicher Vorschriften in das BGB. Versuch einer Zwischenbilanz, FS Müller-Graff, S. 177 ff.

 

Riehm,. Die Rolle des materiellen Verbraucherrechts in der neuen Verbraucherstreitbeilegung, erscheint in JZ 2016

 

Gesetzliche Muster im Verbraucherschutzrecht, JZ 2015

 

Würdinger, Europäisches Verbraucherprozessrecht im Visier der Juristischen Methodenlehre, in: Adolphsen/Goebel/Haas/Hess/Kolmann/Würdinger (Hrsg.), Festschrift für Peter Gottwald zum 70. Geburtstag, 2014, S. 713-724

 

Kieninger, 

Grenzenloser Verbraucherschutz, in: Mankowski/Wurmnest,

 Festschrift für Ulrich Magnus zum 70. Geburtstag (2014), 449-458.

KATHLEEN SEDLMEIER
Rechtsgeschäftliche Selbstbestimmung im
Verbrauchervertrag
2012. XX, 582 Seiten.
StudPriv 21
ISBN 978-3-16-150933-9
Leinen 124,00 €
Das Recht der Verbraucherverträge ist von großer praktischer Relevanz – auf zahllose
Transaktionen des alltäglichen Rechtsverkehrs ?nden Sonderregelungen Anwendung, sobald
ein Verbraucher beteiligt ist. Zugleich ist das Rechtsgebiet ständigen Fortentwicklungen –
insbesondere durch das Unionsrecht – unterworfen.
Kathleen Sedlmeier zeigt mit dem Prinzip rechtsgeschäftlicher Selbstbestimmung eine
Möglichkeit auf, das Sonderrecht der Verbraucherverträge unter Verzicht auf personale
Begründungsansätze, die an eine Unterlegenheit des Verbrauchers anknüpfen, mit den
allgemeinen Grundstrukturen des Privatrechts in Einklang zu bringen.
Ausgehend davon entwickelt sie stringente Lösungsansätze für zahlreiche praxisrelevante
Probleme des Verbrauchervertragsrechts, etwa für Zweifelsfragen bezüglich des
Verbraucherbegri?s selbst, der Beteiligung von Verbrauchern an Sicherungsgeschäften oder
im Zusammenhang mit dem sogenannten Immobilienstrukturvertrieb.
Kathleen Sedlmeier Geboren 1982; Studium der Rechtswissenschaften in Leip

 

Hodges, Verbraucher-Ombudsstellen: Bessere Regulierung und Beilegung von Streitigkeiten, GPR 6/2015
 

demnächst: Gutlit, Verbraucherschutz und Institutsaufsicht, in: Chr. Grüneberg/M. Habersack/P. O. Mülbert/A. Wittig, Bankrechtstag 2015, Berlin 2016, S. 3-27

 

Tiedemann: Kein Verbrauchergerichtsstand für Klage eines Verbrauchers aus abgetretenem Recht, Anmerkung zum LG Nürnberg-Fürth, Beschluss vom 26. 8. 2009 – 10 O 1374/09L, EWiR 2010, 487, 

 

Beate Gsell, Prävention als oberstes Ziel der Klauselkontrolle bei Verbraucherverträgen? Die Zulässigkeit ergänzender Vertragsauslegung im Lichte des Europarechts - Aktuelle Judikatur in Deutschland und Österreich, in: Leupold, Petra (Hrsg.), Forum Verbraucherrecht 2015, 2015, S. 35-57

 

Ehlers, Jochen,  Der Schutz des Verbrauchers vor Überregulierung, 2011.

 

jenny Buchner,Kollektiver Rechtsschutz für Verbraucher in Europa, Die grenzüberschreitende Durchsetzung des europäischen Verbraucherrechts bei Bagatellschäden,2015

 

Burkhard Hess,  Nils Pelzer , RECHTSSTAATLICHKEIT UND TRANSPARENZ  VERBESSERN - VORSCHÄGE ZUR STRE ITBEILEGUNG IN VERBRAUCHERANGELEGENHEITEN in  KATJA GELINSKY (HRSG.),  SCHLICHTEN STATT RICHTEN?  Analysen zur Investitionsschieds- gerichtsbarkeit, zum Phänomen  „islamische Paralleljustiz” und zum europäischen Verbraucherschutz

 

Norbert Reich, Leitbilder des europäischen Verbraucherrechts – Funktionale Differenzierung vs. zunehmende Individualisierung?, in Wolfhard Kohte,  Nadine Absenger (Hrsg.) , 

Menschenrechte   und Solidarität im internationalen Diskurs -  Festschrift für Armin Höland S.  326 ff.

 

Caroline Meller-Hannich, Der Verbraucherprozess,  in Wolfhard Kohte,  Nadine Absenger (Hrsg.) ,  Menschenrechte   und Solidarität im internationalen Diskurs -  Festschrift für Armin Höland, S.  659

 

demnächst: Handbuch zum Europäischen Verbraucherrecht, Verlag

C. H. Beck (erscheint 2015)

 

Fuchs, Sind Prinzipien und Techniken des Verbraucherschutzrechts

im Sozialrecht anwendbar?, in: Verbraucherschutzrecht im

Sozialrecht, Münster 2011, 7-22

 

Hans-Jürgen Papier , Rechtspolitik im Namen des Verbrauchers : der Konsument ist Anbietern von Waren und Diensten strukturell unterlegen; deswegen ist Verbraucherschutz eine notwendige und legitime Staatsaufgabe; doch mehr Gesetze bedeuten nicht automatisch mehr Recht / in:

Frankfurter Allgemeine / D. - Frankfurt, M. : Frankfurter Allgemeine Zeitung. - (2014), Nr. 107 v. 09.05., S. 16

 

Stefan Grundmann, Funktionaler Verbraucherschutz, in

Privat- und Wirtschaftsrecht in Europa : Festschrift für Wulf-Henning Roth zum 70. Geburtstag / hrsg. von Thomas Ackermann und Johannes Köndgen, S. 181 ff.

 

Christian Alexander , Verbraucherschutzrecht , 2015 

 

Callies, Verbraucherschutz, in: Dirk Ehlers (Hrsg.), Europäische Grundrechte und Grundfreiheiten, Berlin u.a. 2014, S. 792-796.

 

Martin Engel/Johanna Stark: Verbraucherrecht ohne Verbraucher?, ZEuP 1/2015

 

Dutta, Nationales Mahnverfahren und die Effektivität des europäischen Verbraucherschutzes, Zeitschrift für Zivilprozess [ZZP] 126 (2013) 153 –173

 

Stefan Vogenauer  , Verbraucherbild(er) im EU-Recht in  Zeitschrift für Europäisches Unternehmens- und Verbraucherrecht Journal of European Consumer and Market Law (2014) 2:5

 

Martin Schwab und Stefanie Hromek, Alte Streitstände im neuen Verbraucherprivatrecht, JZ 2015

 

HERBERT GRZIWOTZ,Der offentlich-rechtliche Verbrauchervertrag, FS Driehaus, S. 284 ff.

 

siehe jetzt Rehberg, Verbraucherleitbilder – Rechtsempirische Grundlagen, in: Klinck/Riesenhuber (Hrsg.), Verbraucherleitbilder – Interdisziplinäre und Europäische Perspektiven

 

Rühl., Der Schutz des "Schwächeren" im europäischen Kollisionsrecht

 

in: Schriftenreihe der Internationalen Juristenvereinigung Osnabrück [IJVO] 17 (2011/2012), S. 1-14, Nach¬druck von Der Schutz des "Schwächeren" im europäischen Kollisionsrecht, abgedruckt in Herbert Kronke und Karsten Thorn (Hrsg.), Grenzen überwinden - Prinzipien bewahren. Festschrift für Bernd von Hoffmann, 2011, S. 364-377 (s.u.).

 

 Dies,

Consumer Protection in Choice of Law

 

in: Cornell International Law Journal [Cornell Int'l L. J.] 44 (2011), S. 569-601, auch erhältlich unter http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1816641, gekürzte spanische Übersetzung abgedruckt in Anuario Español de Derecho Internacional Privado [AEDIPr] 11 (2011), S. 91-121 (s.u.).

Zur Einführung gut geeignet als aktuelle Lehrbücher:

Barbara Grunewald/Karl-Nikolaus Peifer, Verbraucherschutz im Zivilrecht, 2011

Jan Schürnbrand, Examens-Repetitorium Verbraucher-schutzrecht, Reihe Unirep, 2011

Peter Bülow/Markus Arzt, Verbraucherprivatrecht, 2. Aufl., 2008

Paschke, Privatrechtliche Verbraucherschutzinstrumente, in: Graf/Paschke/Stober, Staatlicher Verbraucherschutz und private Unternehmerverantwortung, 2003, S. 39 ff.

Rütten, Verbraucherschutzrecht, in Ergänzbares  Lexikon des Rechts, Band 8 -Wirtschaftsrecht, 17/1585

Dauner-Lieb, Europäisches Verbraucherschutzrecht als Motor der Veränderung des deutschen Privatrechts - Schuldrecht im Spannungsfeld zwischen Privatautonomie und Verbraucherschutz, in: Hopt/Tzouganatos (Hrsg.), Europäisierung des Handels- und Wirtschaftsrechts, 2006, S. 279 ff.

Aktuelle Kontroverse über Verbraucherschutz auf dem Deutschen Richtertag zwischen Prof. S. Lorenz (München) und RA Graf von Westphalen (siehe Bericht von Joachim Jahn in der FAZ vom 12. April 2011)

Siehe jetzt die Habil. von Marina Tamm, Verbraucherschutzrecht - Europäisierung und Materialisierung des deutschen Zivilrechts und die Herausbildung eines Verbraucherschutzprinzips

Tamm, Verbraucherschutzrecht, Standpunkte 32/2010,

http://edoc. vifapol.de/opus/volltexte/2011/3041/pdf/Standpunkte _32_ 201 O.pdf

M.Tamm/ K.Tonner, Hrsg., Verbraucherrecht - Beratungshandbuch, Rund 2500 Seiten

Tamm, Rechtsevolution – dargestellt am Beispiel des Verbraucherrechts, KJ 2013

Dies., in Tonner/Williingmann/dies, Einl. Rd. 15 ff

Marlene Schmidt, Nachhaltiges Verbraucherprivatrecht, (angekündigt)

Ferner

Verbraucherrecht im Umbruch, herausgegeben von Susanne  Augenhofer

Oechsler, Vertrauenshaftung von Verbrauchern, in: FS Canaris, 2007, S. 925.

Johannes Hager, Grundlagen des Deutschen Verbraucherschutzrechts, JA 2011, S. 721 ff.

Dennis Solomon, Verbraucherverträge, in: Ferrari/Leible (Hrsg.), Ein neues Internationales Vertragsrecht für Europa, 2007, 89-110

 Hartwig Henze, Aspekte des Verbraucherschutzes in der neuesten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes  in Crezelius/Hirte/Vieweg (Hrsg.), Festschrift für Volker Röhricht zum 65. Geburtstag, S. 201 ff.

 Micklitz, Die Wiederkehr des Sozialen im Zivilrecht – eine bittersüße Polemik , FS Säckler, S. 125

 Aus der Kommentarliteratur:

Gsell Beate , Verbraucherschutz, in: J. von Staudingers Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch mit Einführungsgesetz und Nebengesetzen - Eckpfeiler des Zivilrechts, Martinek, Michael (Hrsg.),  3. Auflage 2011, S. 559-624.

Reinhard Damm, Privatautonomie und Verbraucherschutz- Legalstruktur und Realstruktur von Autonomiekonzepten - VersR 1999, 129 (Heft 04/99)

Brigitta Lurger, Prinzipien eines europäischen Vertragsrechts

Einen guten Überblick über Verbraucherbelange während 50 Jahren EG Vertrag bietet Rösler unter

 ders., Schutz des Schwächeren im Europäischen Vertragsrecht, RabelsZ 2009, S.889 ff.

Drexl, Josef, Die wirtschaftliche Selbstbestimmung des Verbrauchers

ders., Zwischen Konsolidierung des Verbraucherschutzrechts, Gemeinsamer Referenzrahmen und Kartellrecht: Auf der Suche nach einem Leitbild für die europäische Privatrechtsgesellschaft. In: Beuthien, Volker u.a. , Perspektiven des Privatrechts am Anfang des 21. Jahrhunderts-Festschrift für Medicus, 2009, S. 67

ders., Zwingendes Recht als Strukturprinzip des Europäischen Verbrauchervertragsrechts. In: Coester, M u.a. (Hrsg.): Privatrecht in Europa. Vielfalt, Kollision, Kooperation-Festschrift für Sonnenberger, 2004, S. 771 - 790.

ders., in Wandlungen des Schuldrechts, Hrsg. Peter Schlechtriem, 2002 [Bericht in RabelsZ 2008, S. 774 ff.]

 Bechtold, Stefan, Die Grenzen zwingenden Vertragsrechts. Ein rechtsökonomischer Beitrag zu einer Rechtsetzungslehre des Privatrechts, 2010

 Gerwin Haybäck, Verbraucherschutzmodelle für ein faires Vertragsrecht, 2008

 Lüscher, Christoph, Zur Konzeptualisierung von Verbraucher- vertragsrecht unter besonderer Berücksichtigung des schweizerischen und europäischen Verbraucher-vertragsrechts - eine Untersuchung im Schnittfeld von Vertragsrecht, Systemtheorie, (Basel, Univ., Habil.- Sehr., 2009)

Norbert Reich/ Hans Micklitz, Europäisches Verbraucherrecht, 4. Auflage 2003,

 Karl Riesenhuber, loannis K. Karakostas, Hrsg., Inhaltskontrolle im nationalen und Europäischen Privatrecht

 Edda Müller, Grundlinien einer modernen Verbraucherpolitik, Aus Politik und Zeitgeschichte, B 24/2001

dies., Verbraucherschutz und Deregulierung, Wirtschaft und Verwaltung (Vierteljahresbeilage zum Gewerbearchiv) 2004, S. 65-88

 Janning, Frank, Die Spätgeburt eines Politikfeldes. Die Institutionalisierung der Verbraucherschutzpolitik in Deutsch- land und im internationalen Vergleich,Wiesbaden: VS Verlag

Christian Kleinschmidt: Verbraucherschutz und Wirtschafts- geschichte, in: Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte (JWG) 2006/1, S. 9-12.

ders., Konsumgesellschaft, Verbraucherschutz und Soziale Marktwirtschaft. Verbraucherpolitische Aspekte des "Modell Deutschland" (1947-1975), in: Jahrbuch für Wirtschafts- geschichte (JWG) 2006/1, S. 13-28.

Rudolf Gärtner, Zivilrechtlicher Verbraucherschutz und Handelsrecht, BB 1995, S. 1753 ff.

Brigitta Jud, Christiane Wendehorst (Hrsg.), Neuordnung des Verbraucherprivatrechts in Europa?, 2009, 289 Seiten

Voland, Thomas, Verbraucherschutz und Welthandelsrecht, 2007

Stephan Lorenz, Grundsatz der Doppelwirkung und Verbraucherschutz bei der Vertragsanbahnung , GS Manfred Wolf

 H.Koziol, Abstrakte Verpflichtung und Verbraucherschutz, in: Festschrift R.Laurer (Wien 2009) 245 – 256

ders., Verbraucherschutz als Selbstzweck oder als Mittel sachgerechterInteressenwahrung? Mayrhofer-FS (2002) 101.

 Mathias Schmoeckel: Über die drei Arten der Verbraucherrechts, Festschrift für Ulrich Huber zum siebzigsten Geburtstag, Hrsg. v. Theodor Baums u.Johannes Wertenbuch in Gem. m. Marcus Lutter u. Karsten Schmidt

C. Möller, Die Instrumente des Verbraucherschutzes und das römische Recht", in: Fachbereichsschrift 2006 des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Freien Universität Berlin, Boorberg Verlag 2007, S. 12-27 (Antrittsvorlesung vom 28.4.2005).

Ökonomische Analyse des Sozialschutzprinzips im Zivilrecht - Vor einem Paradigmenwechsel im Zivilrecht? Beiträge zum IX. Travemünder Symposium zur ökonomischen Analyse

Gralf-Peter Calliess, Transnationales Verbrauchervertragsrecht, RabelsZ 2004, S. 244-287. ders., Nach der Schuldrechtsreform: Perspektiven des deutschen, europäischen und internationalen Verbrauchervertragsrechts, 203 Archiv für civilistische Praxis (AcP) 2003, S. 575-602.

Hans Christoph Grigoleit, Der Verbraucheracquis und die Entwicklung des Europäischen Privatrechts, AcP 2010,S. 354 ff.

Heiss, Wandlungen im internationalen Verbraucherschutzrecht, in: Reiffenstein et al. (Hrsg.), FS G. Mayer, Wien 2004, 33 - 40

Herbert Roth, Verbraucherschutz - Entwicklungen und Grenzen, in: Egon Lorenz (Hrsg.), Karlsruher Forum 2011: Verbraucherschutz - Entwicklungen und Grenzen (VersR-Schriften 47) (2012), 5-54

Helmut Voelzkow

Die Liberalisierung „regulierter Märkte“ und die Vertretung der Verbraucherinteressen. In: Verbraucherzentrale Bundesverband (Hrsg.), Consumer Watchdogs – eine Option für die liberalisierten  Märkte in Deutschland? Schriftenreihe des Verbraucherzentrale Bundesverbandes zur Verbraucherpolitik, Band 5. Berlin: BWV Berliner Wissenschaftsverlag, 2005, S. 20-34.

 Ders. , Verbraucherschutz als Gegenstand der Politikwissenschaft. In: Verbraucher-forschung in Deutschland. Schriftenreihe des Verbraucherzentrale Bundesverbandes zur Verbraucherpolitik, Band 1, Berlin: BWV Berliner Wissenschaftsverlag, 2005, S. 55-66.

 Ders., Forschung für eine neue Verbraucherpolitik – Ein Forschungsdesign zur Zukunft der verbraucherpolitisch orientierten Forschung. In: Verbraucherforschung in Deutschland. Schriftenreihe des Verbraucherzentrale Bundesverbandes zur Verbraucherpolitik, Band 1, Berlin: BWV Berliner Wissenschaftsverlag, 2005, S. 77-114 (mit Lucia Reisch, Tilmann Becker und Heribert Schatz).

Ein Sonderproblem behandeln Röthel, Anne ; Heßeler, Benjamin, Vertragsübernahme und Verbraucherschutz, WM 2008, 1001 ff.

Altmeppen, Unbestellte Leistungen: Die Kampfansage eines "Verbraucherschutzes" an die Grundlagen der Privatautonomie, FS Graf v. Westphalen

ÖffR, Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht

1.Ewer, Verbraucherschutz und öffentliches Recht, in: Genzow/Grunewald/Schulte-Nölke (Hrsg.), Zwischen Vertragsfreiheit und Verbraucherschutz, Festschrift für Friedrich Graf von Westphalen zum 70. Geburtstag, Köln 2010, S. 135-148.

Grziwotz, Herbert, Der öffentlich-rechtliche Verbrauchervertrag, in Zwischen Abgabenrecht und Verfassungsrecht: Hans-Joachim Driehaus zum 65. Geburtstag.

Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht

Thomas Göbel, Die strafrechtliche Bekämpfung der unseriösen Geschäftstätigkeit,2007

Hans Lilie, Verbraucherschutz im Strafrecht, in: Recht des Verbraucherschutzes in Korea und Deutschland, Zeitschrift der Koreanisch-Deutschen Gesellschaft für Rechtswissenschaft, Band 11, Seoul 1995, S. 149 ff.

Beispiel:

OLG München, 5 St RR 246/09, WISTRA 2010, S.37 ff.

OLG Düsseldorf, 1 Ws 167/07, Beschl. vom 31.3.2008

jeweils zum Betrug durch Verlangen nach einer überhöhten Werksvergütung

ÖffR

Im öffentlichen Recht findet sich eine Vielzahl von Verbraucherschutz normen, z.B. im Lebensmittelrecht, im AMG und Produktsicherheitsgesetz usw.

Das AMG stellt insoweit eine Besonderheit dar, als es öffentlich-rechtliche Elemente mit haftungsrechtlichen Fragen verknüpft.

Besonders wichtig ist hierbei die s.g. Nachmarktkontrolle, dazu Hohm, Arzneimittelsicherheit und Nachmarktkontrolle. Eine arzneimittel-, verfassungs- und europarechtliche Untersuchung, 1990 (Bsp. Helge Sodan, RabelsZ Band 60 (1996),S. 187 ff.)

Das Referenzgebiet AMG wird ebenfalls eingehend behandelt in der Habil von Udo di Fabio, Risikoentscheidungen im Rechtsstaat - Zum Wandel der Dogmatik im öffentlichen Recht, insbesondere am Beispiel der Arzneimittelüberwachung (Besprechung z. B. von Möllers)

Mit Fragen des Verbraucherschutzes durch Regulierungsrecht hat sich die Vereinigung der Deutschen Staatsrechtler auf der Tagung 2010 befasst.

 Die Thesen der Berichterstatter (Prof. Hellermann und Prof. Druner) finden Sie hier:

http://vdstrl.zar-muenster.de/Thesen/Thesen_Hellermann.pdf

und hier:

http://vdstrl.zar-muenster.de/Thesen/Thesen_Durner.pdf

Begleitaufsatz Claudio Franzius, Schutz der Verbraucher durch Regulierungsrecht, DVBl 2010, S.1086-1094; Zusammenfassung Markus Thiel, AöR 2011, S. 142 ff.

 Bumke, Kapitalmarktregulierung - Eine Untersuchung über Konzeption und Dogmatik des Regulierungsverwaltungsrechts In: Die Verwaltung 41 (2008), S. 227-257

Verbraucherschutz außerhalb des BGB

EU Verbraucherschutz

Demnächst:

In der Enzyklopädie Europarecht  soll das Verbraucherschutzrecht im Band 6  (Europäisches Privat- und Unternehmensrecht),Bandherausgegeber sind  Martin Gebauer und Christoph Teichmann

 Siehe einleitend

 Engel/Stark, Verbraucher in Europa – Eine Geschichte der Identitätsdiffusion", in, Binder/Eichel (Hrsg.), Internationale Dimensionen des Wirtschaftsrechts Baden-Baden 2013, S. 27-44

Thomas Oppermann/Claus Dieter Classen/Martin Nettesheim, Europarecht, 4 .Aufl., 2009, S. 624 ff.

 Norbert Reich, Individueller und kollektiver Rechtsschutz im EU-Verbraucherrecht - Von der 'Nationalisierung' zur 'Konstitutionalisierung' von Rechtsbehelfen, 2012

 O.Mörsdorf, Die Auswirkungen des neuen "Grndrechts auf Verbraucherschutz gem. Art. 38 GR-Ch auf das nationale Privatrecht, JZ 2010, S. 759 ff.

Purnhagen, Die Auswirkungen der neuen EU-Richtlinie auf das deutsche Verbraucherrecht, ZRP 2012, 36-39.

 Marcel Sonntag, Das BGB unter europäischem Einfluss - Eine Analyse der Mindest-und Vollharmonisierung von Richtlinien in Verbraucherprivatrecht Studien zum Zivilrecht, Hamburg 2009

 Kai Purnhagen,Finanzmarktaufsicht und Verbraucherschutz in der EU (mit Paul Verbruggen), in Jürgen Keßler, Hans-W. Micklitz, Norbert Reich, (Hrsg.), Institutionelle Finanzmarktaufsicht und Verbraucherschutz - Eine vergleichende Untersuchung, 2010, Nomos Baden-Baden, S. 173 - 246.

Michael Stürner, Vollharmonisierung im Europäischen Verbraucherrecht

Peter Hommelhoff, Verbraucherschutz im System des deutschen und europäischen Privatrechts, Heidelberg 1996

 Herb. Roth, Wer ist im Europäischen Prozessrecht ein Verbraucher ?, in: Festschrift von Hoffmann (2011), 715-726

Birgit Kreienbaum, Transparenz und AGB-Gesetz

Druner, Die verwaltungsrechtliche Durchsetzung zivilrechtlicher Standards im Verbraucherrecht, in: Deutsches Verwaltungsblatt (DVBl.) 21/2014, S. 1356-1363.

 Würdinger, Europäisches Verbraucherprozessrecht im Visier der Juristischen Methodenlehre, in: Adolphsen/Goebel/Haas/Hess/Kolmann/ Würdinger, Festschrift für Peter Gottwald zum 70. Geburtstag, 2014, S. 713-724

 Schöttler, Verbraucherschutz durch Verfahren - Grundstücksrechtliche Konzeptionen der vorsorgenden Rechtspflege im Vergleich, 2003

 Daniel Matthias Klocke, Gewerkschaften als Verbraucherschützer, in: Picker/Latzel, Neue Arbeitswelt, Tübingen  2014, S. 145.

 Frauke Wedeman, Schutz alter Menschen bei Anlagegeschäften, in: Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft (ZBB) 2014, 54

Sosnitza, Markenrecht und Verbraucherschutz – Verbraucherschutz im Markenrecht, ZGE 2013, 176 - 202

jetzt auch : Hassemer, Vom Datenschutz zum Verbraucherschutz - und zurrück, in: Till Müller-Heidelber /Elke Steven/Marei Pelzer/Martin Heiming/Martin Kutscha/Rolf Gössner/Ulrich Engelfried und Melanie Küster (Hrsg.), Grundrechte Report 2012, Zur Lage der Bürger- und Menschenrechte in Deutschland, Frankfurt 2012, S. 15 ff.

 Wißmann, Verbraucherschutz als Aufgabe staatlicher Regulierung – Grundfragen der intradisziplinären Systembildung im Wirtschaftsrecht, FS Wilfried Berg, 2011 (Boorberg-Verlag), S. 556-577

 Ackermann, Kartellrecht und Verbraucherschutz: Zur Notwendigkeit eines gemeinsamen Verbraucherleitbildes, in: FIW (Hrsg.), Herausforderungen für die Wettbewerbsordnung: Kartellrecht zwischen Industriepolitik und Verbraucherschutz, 2013, S. 73 - 90

 

 

 KATHLEEN SEDLMEIER, Rechtsgeschäftliche Selbstbestimmung im Verbrauchervertrag

Altmeppen, Unbestellte Leistungen: Die Kampfansage eines "Verbraucherschutzes" an die Grundlagen der Privatautonomie in: Festschrift für Friedrich Graf von Westphalen zum 70. Geburtstag, 2010, S.1 - 12

Mareike Preisner, Verbraucherschutz, in Reform und Revolte - Eine Rechtsgeschichte der 1960er und 1970er Jahre, Herausgegeben von Martin Löhnig, Mareike Preisner und und Thomas Schlemmer, 2013, S. 171 ff.

Gsell, Wohnraummietrecht als Verbraucherrecht (Vortrag auf dem  Deutschen Mietgerichtstag 2014  4./5. April 2014)

 Fachgespräch Fr. Ebert Stiftung:" Mehr empirische Evidenz in der Verbraucherpolitik? Konzeptuelle Überlegungen zur Einführung eines „Verbraucherchecks“  am 10. Dezember 2012

 Meller-Hannich, Die Zukunft des AGB-Rechts für Verbraucher - Entwicklungslinien und Tendenzen im nationalen und europäischen Recht, AnwBl 2012, S.  676-682

Über "Versandhandel und Verbraucherschutz" Entstehung und Genese in rechtshistorischer Perspektive sinniert Stefan Stolte,  in seiner diss 2005.

 Gsell, Verbraucherrealitäten und Verbraucherrecht im Wandel, JZ 2012, 809-818 Lutz

Tiedemann/Christine Neumann, Zessionen von prozessualen und materiellen “Verbraucherrechten”, NJ 2013, Heft 1, S. 17 ff. Lorenz Kähler, Begriff und Rechtfertigung abdingbaren Rechts, Habil

Schmidt-Kessel, Vernachlässigte Transformationsnormen – das Zusammenspiel öffentlich rechtlich und privatrechtlich organisierten Verbraucherschutzes bedarf der Verbesserung, VUR 2013, Heft 3

Reichardt, Der Verbraucher und seine variable Rolle im Wirtschaftsverkehr- Die Problematik der rechtlichen Erfassung und Einordnung von Vertragsparteien als Verbraucher oder Unternehmer im Sinne der §§ 13, 14 BGB. Diss. Univ. Freiburg i. Br. 2007

Theofanis Tacou - Das Verbot von Umgehungsgeschäften und das Prinzip der Vertragsfreiheit im Verbrauchervertragsrecht, 2013

Fornasier, Matteo, Freier Markt und zwingendes Vertragsrecht. Zugleich ein Beitrag zum Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Berlin 2013, 295

Auch auf dem 69. Deutschen Juristentages wird das Thema Verbraucherschutz erneut diskutiert werden. Gutachter ist Prof. Hans-W. Micklitz, Florenz/Bamberg; Referenten Vors. Richter am BGH Wolfgang Ball, Rechtsanwalt Dr. Christian Kessel, Prof. Dr. Eva-Maria Kieninger

Thema ist: Brauchen Konsumenten und Unternehmen eine neue Architektur des Verbraucherrechts?

siehe auch Brönneke, Verbraucher – Schutz – Recht: Quo vadis?, VuR 2012, 325

ders., Verbraucherschutz durch Zivilrecht: Eine Verkürzung?, VuR 2012, 334

Reifner, Soziales Zivilrecht statt Verbraucherschutz, VuR 2012, 377

D. Felix, Verbraucherschutz im Krankenversicherungsrecht, in Igl (Hrsg.), Verbraucherschutz im Sozialrecht, Berlin 2011. (auf der  Tagung des Sozialrechtsverbundes Norddeutschland e. V. am 25. und 26. November 2010 in Lübeck)

Ferner: Verbraucherpolitische Entwicklungen und Herausforderungen in der Sozialpolitik Sozialer Fortschritt 62. Band (2013), Heft 02

Peters-Lange, Susanne, Sozialrecht und Privatautonomie, Habil

Wolf/von Bismarck, Kaufmann, Unternehmer, Verbraucher - wann gilt das BGB, wann das HGB, wann Verbraucherrecht ?

Siehe aber auch : H. E. Brandner / J. Kummer, Verbraucherschutz im neuen Transportrecht in Schachtschneider, Karl Albrecht, Henning Piper,  Michael Hübsch (Hrsg.), Transport - Wirtschaft – Recht- Gedächtnisschrift für Johann Georg Helm.

Der Verbraucherbegriff hat weitreichende Bedeutung. Das UWG enthält keinen eigenen Verbraucherbegriff, es verweist in § 2 Abs. 2 vielmehr auf § 13 BGB; zum Problem - auch die Rechtsprechung zu § 13 BGB zusammenfassend - BGH, 5 StR 514/09, Beschl. vom 24.02.2011, NJW 2011, S. 1236 ff.

Fleur Denkinger, Der Verbraucherbegriff - Eine Analyse persönlicher Geltungsbereiche von verbraucher- rechtlichen Schutzvorschriften in Europa

Die Verbrauchereigenschaft durchaus zweifelhaft sein.

1.AG Hamburg-Wandsbek, 716A C 11/08

Leitsätze:1. Entscheidend für die Verbrauchereigenschaft iSd. § 13 BGB ist ausschließlich für welchen Zweck der Käufer den Kaufgegenstand erwirbt.2. Es ist daher unerheblich, wenn sich ein Verbraucher die Kaufgegenstände in die betriebliche Firma, in der er arbeitet, liefern lässt oder wenn auf der Rechnung die Firmenanschrift vermerkt ist.

2. Der diese Entscheidung aufhebenden Berufungsentscheidung LG Hamburg, Urt. v. 16.12.2008 - Az.: 309 S 96/, welches der Auffassung war, dass Klägerin kein fernabsatzrechtliches Widerrufsrecht zustehe, da sie nicht als Verbraucherin gehandelt habe.und

 

3. Der Revisionsentscheidung BGH vom 30.09.2009, VIII ZR 7/09, JA 2010, S. 748 ff., welche auf die Revision der Klägerin das Urteil des Landgerichts Hamburg, Zivilkammer 9, vom 16. Dezember 2008 aufhob und die Berufung der Beklagten gegen das Urteil des Amtsgerichts Hamburg-Wandsbek vom 13. Juni 2008 zurückgewies.

Siehe jetzt auch Landgericht Essen vom 09.09.2010, Az.: 6 O 132/10

BGH, Urt. vom 13 Juli 2011:Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass der Verkauf eines Gebrauchtwagens durch eine GmbH an einen Verbraucher grundsätzlich auch dann den Vorschriften über den Verbrauchsgüterkauf (§ 474 BGB) unterliegt, wenn es sich hierbei um ein für die GmbH "branchenfremdes" Nebengeschäft handelt. (Anschluss an Rsp. zum Verbraucherdarlehensvertrag (BGHZ 179, 126 ff.)

 

LG Darmstadt - Urteil vom 15. Oktober 2007 - 1 095/07

OLG Frankfurt am Main - Urteil vom 22. Juli 2010 - 22 U 232/07

Ein Sonderproblem stellen Existenzgründerdar, hierzu : Schünemann/Blomeyer, Unternehmer oder Verbraucher?, in: JZ 2010, S. 1156 ff.

Andere Ansätze (z.B. Canaris, AcP 202) meinen, es gehe insoweit um bestimmte Situationen als Ansatzpunkt des Schutzes. Diesen Ansatz kann wie folgt weiter ausdifferenzieren:

1. Schutz vor Überrumpelung z.B. durch beim Fernabsatz (vergl. Canaris, AcP 202, S.273 ff., 346. ["dient anerkanntermaßen dem Schutz vor Überrumpelung.")

2. Schutz vor bestimmten Verträgen z.B. beim Verbraucherkredit=Gegenstand Art des Vertrages (Canaris, AcP 202 [2000],S.273 ff. , S.348,siehe schon Heck,21 DJT, Band 2 [[1890!], aufgegriffen bei G.Reiner, AcP 2003, S. 12ff.

3. Schutz bei struktureller Ungleichheit (§ 138 BGB - Bürgschaft oder Ehevertrag)

4. Inhaltliche Verbote= AGBG-Recht bez. § 242 BGB

Ferner werden Ausgleich von Informationsasymmetrien (hierzu H. Fleischer, Informationsasymmetrie im Vertrags- recht, 2001) und der Schutz des ökonomisch Schwächeren (hierzu v. Hippel, Der Schutz des Schwächeren, 1982 und Weitnauer, Schutz des Schwächeren, 1975) als Merkmale genannt.

Brigitta Lurger bezeichnet in ihrem Aufsatz "Prinzipien eines europäischen Vertragsrechts"

Informationspflichten, Werbe und Verkaufspraktiken, Widerrufsrechte und inhaltliche Eingriffe in den Vertrag

als Phänomen, wobei man auch von Charakteristik sprechen könnte. Text: http://www.ejcl.org/21/abs21-2html

Man denkt hierbei zunächst meist an das alte AGBG (also an Regelungen über "das Kleingedruckte"), heute §§ 305 ff BGB. Gerade dieses Gesetz kann aber wohl eher nicht als Verbraucherschutzgesetz gelten, s.

D.Hart, Verbraucher - rechtliche Grundlagen des AGBG, JURA 2001, S. 649 – 658

so auch Horst - Diether Hensen, Das AGB - Gesetz: Seine Entstehung sowie seine Strukturen anhand aktueller Entscheidungen des Bundesgerichtshofs unter  http://www.rathjenra.com/Hensen.htm

Lange Zeit übersehen wurde das Problem, ob Allgemeininteressen in der Inhaltskontrolle von AGB-Klauseln zu berücksichtigen sind.

 

Hierzu jetzt Baetge, Dietmar, Allgemeininteressen in der Inhaltskontrolle Der Einfluss öffentlicher Interessen auf die Wirksamkeit Allgemeiner Geschäftsbedingungen, AcP 202, S.972 - 993 Z

Zum Generalproblem H.P.Westemann, Drittinteressen und öffentliches Wohl als Elemente der Bewertung privater Rechtsverhältnisse, AcP 208 (2008), S. 141 - 181

mit folgendem Fall:"Ich habe mir eine beschränkt persönliche Dienstbarkeit an einem unterhalb des meinigen liegenden Grundstück einräumen lassen, die bewirkt, dass der Eigentümer dieses Geländes dort nicht in einer Weise bauen darf, die mir die Sicht auf den am Fuß des Hangs liegenden See verbaut; diese vielfach begehrte "Unverbaubarkeit" kommt auch meinem direkt neben mir liegenden Nachbarn zugute. Als die Inhaberin des belasteten Grundstücks mich bittet, ihr gegen eine Vergütung die Bebauung mit einer Traumvilla zu gestatten, willige ich - gegenüber Frauen meist wehrlos - ein, allerdings sehr zum Zorn des anderen Nachbarn, dem nun ebenfalls die Sicht auf den See genommen ist.Für Jhering - und sicher auch für uns heutige - war klar, dass die unzweifelhaft bestehende Reflexwirkung meiner Dienstbarkeit auf die Interessen meines anderen Nachbarn nichts daran ändert, dass die erwähnte Dame und ich allein entscheiden können, ob ich auf das Verbietungsrecht verzichte."

Ehlers, Jochen,Der Schutz des Verbrauchers vor Überregulierung,2011

Nils Neumann,  Zur Bedenkzeit vor und nach Vertragsabschluss :

Kollektiver Verbraucherschutz

Klocke, Der Rechtsschutz in kollektiven Strukturen – die Verbandsklage im Verbraucher- und Arbeitsrecht (Habilitationsschrift – erscheint in der Schriftenreihe jus privatum des Verlags Mohr Siebeck).

 

Klaus Tonner, Wann kommt der kollektive Schadensersatz- anspruch?, VuR 5/2015

 

Gsell, Kollektiver Rechtsschutz im deutschen Zivilprozessrecht und gebündelte treuhänderische Einziehung von Schadensersatzforderungen durch Dritte, in: Schulze, Götz (Hrsg.), Europäisches Privatrecht in Vielfalt geeint: Der modernisierte Zivilprozess in Europa, 2014, S. 179-198

 

Korff, Kollektiver Verbraucherschutz - Gutachten im Auftrag der Bundesanstalt für Finanzdienstaufsicht (BAFin), 2013 zusammen mit Udo Reifner, Axel Halfmeier, Sebastien Clerc-Renaud und Helena Klinger -

 

Meller-Hannich, Kollektiver Rechtsschutz in Europa und Europäischer Kollektiver Rechtsschutz. GPR 2/2014

 Armin Höland, , Kollektiver Rechtsschutz im Arbeitsrecht und im Verbraucher- und Wettbewerbsrecht – Vergleichende Überlegungen – FS Bepler, 2012, S.229 ff.

 siehe eingehend C. Meller-Hannnich/A. Hölandt, Kollektiver Rechtsschutz im Verbraucherrecht, DRiZ 2011, S. 164 ff.

 Krümmel/Sauer, Neue kollektive Rechtsschutzinstrumente im europäischen Wettbewerbs- und Verbraucherrecht, BB 2008, S. 2586 ff.

 Mirja Sauerland, Die Harmonisierung des kollektiven Verbraucherschutzrechts in der EUR

Johannes Wigand, Kollektiver Rechtsschutz auf dem Gebiet des Kapitalmarktrechts – Regierungsentwurf zur Reform des Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetzes (KapMuG), ZBB 2012, 194

Verbraucherschutz und Wettbewerbsrecht

 

Helmut Köhler 
Verbraucher und Unternehmer — zur Rollenverteilung im Lauterkeitsrecht, FS Roth,S. 299 

UWG

Ein Nebenkriegsschauplatz der Diskussion um Verbraucherschutz ist das Wettbewerbsrecht, das UWG.

Mertens, Jens, Wettbewerbspolitische Aspekte in der Entwicklung des modernen Privatrechts (Working Paper - TranState working papers, No. 12)

Ackermann, Kartellrecht und Verbraucherschutz: Zur Notwendigkeit eines gemeinsamen Verbraucherleitbildes, in: FIW (Hrsg.), Herausforderungen für die Wettbewerbsordnung: Kartellrecht zwischen Industriepolitik und Verbraucherschutz, 2013, S. 73 - 90

Christoph Busch, "Informationspflichten im Wettbewerbs- und Vertragsrecht"

Grundsatz:

who seeks equity must come with clean hands

Geht es indes um Belange des Verbraucherschutzes so gilt dieser Einwand nicht.

LG  Köln (31. Zivilkammer, 31 O 33/09) führt aus:

„Die Beklagte kann sich schließlich nicht darauf berufen, bei Abruf der Angebote des Klägers per Handy seien die von diesem als fehlend beanstandeten Angaben ebenfalls nicht angezeigt worden. Ein solcher "unclean hands"-Einwand ist unbeachtlich, wenn der Wettbewerbsverstoß zugleich die Interessen Dritter oder der Allgemeinheit berührt (vgl. BGH GRUR 1977, 494, 497 – "DERMATEX"; OLG Frankfurt GRUR-RR 2008, 410 – "Ökostrom billiger als Atomstrom"). Dies gilt auch in einem Fall wie dem vorliegenden, da die Angaben zum Widerrufs- oder Rückgabe- recht, zu anfallenden Versandkosten, zum Einschluss der Mehrwertsteuer und zur handelsregisterlichen Identifizierung des Anbieters der Information der Verbraucher dienen.“

 siehe jetzt auch LG Berlin, 97 O 1/11:

Bei grob verbraucherschutzfeindlichen Praktiken ist auch sehr deutliche Kritik zulässig. Für ein Zurückhaltungsgebot innerhalb eines Wettbewerbsverhältnises ist kein Platz, wenn das Wettbewerbsverhältnis lediglich angemaßt sei, weil die Erbringung der versprochenen Leistung legal gar nicht erfolgen dürfe.

 Telefon-Verträge, die infolge eines unerlaubten Werbeanrufes abgeschlossen werden, sind wirksam, auch wenn ein Wettbewerbsverstoß vorliegt (AG Lahr,  Urt. v. 23.07.2014 - Az.: 5 C 246/13).

Allgemeine Geschäftsbedingungen

AGB-Kontrolle im Zivil- und Arbeitsrecht, in: Archiv für die civilistische Praxis /AcP), Bd. 212 (2012), S. 202-250

 Constantin Axer „Rechtfertigung und Reichweite der AGB-Kontrolle im unternehmerischen Geschäftsverkehr“, Peter Lang Verlag 2012,

Widerrufsrechte

 

Florian Maier, LL.M. ,  Das Widerrufsrecht als Element des Verbraucherschutzes unter besonderer Berücksichtigung des Versicherungsrechts,in  Aktuelle Probleme des Versicherungsvertrags-, Versicherungsaufsichts- und Vermittlerrechts / von Holger Drees, Robert Koch, Martin Nell

[ Hamburger Zentrum für Versicherungswissenschaft ]

 

 

 

siehe auch Weller, Die Vertragstreue
- Vertragsbindung - Naturalerfüllungsgrundsatz – Leistungstreue –
 Tübingen 2009, Seite 291 ff. 

Einer gesonderten Bearbeitung bedürfen die Widerrufsrechte, siehe

Eidenmüller, Widerrufsrechte als Element des Verbraucherschutzes,AcP 210

Martens, Matthias, Die Entwicklung der Widerrufsrechte des Verbrauchers bis zur Umsetzung der Richtlinie 2008/48/EG. Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der zeitlichen Dimension (= Nomos Universitätsschriften - Recht 697). Nomos, Baden-Baden 2010. 270 S

Solmecke u.a.,Das Widerrufsrecht im Spannungsfeld zwischen Privatautonomie und Verbraucherschutz, KR 2013S. 699 ff.

Haar, B, Der Widerruf des Beitritts zu einem Immobilienfonds – zum Spannungsverhältnis zwischen Verbraucherschutz und institutionellem Anlegerschutz, in: Bechtold/Jickeli/Rohe, (Hrsg.), Wettbewerb, Ordnung und Verantwortung, Festschrift zum 70. Geburtstag von Wernhard Möschel, Baden-Baden 2011, S. 1159

 Leonie Vierck, Defragmentierung der Widerrufsrechte im europäischen Vertragsrecht - Versuch einer kohärenten dogmatischen Analyse

Martens, Matthias, Die Entwicklung der Widerrufsrechte des Verbrauchers bis zur Umsetzung der Richtlinie 2008/48/EG - Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der zeitlichen Dimension, 2010

Gessner, Jenny, Widerrufsrecht und Widerrufsbelehrung im deutschen und europäischen Verbraucherrecht,2009

M. Schwab, Widerrufsrechte im deutschen und europäischen Verbraucherschutzrecht, in: Riesenhuber/Nishitani (Hrsg.), Wandlungen oder Erosion der Privatautonomie?, Verlag Walter de Gruyter, Berlin 2007, S. 149-174.

 Ragnhild Christiansen, Effektive und effiziente Widerrufsrechte -Eine rechtsvergleichende Analyse der Umsetzung der Widerrufsrechte der Haus- türwiderrufsrichtlinie und der Fernabsatzrichtlinie in Deutschland und England im Vergleich mit dem Vorschlag für eine Richtlinie über Rechte der Verbraucher von  (Studien zum Europäischen Privatrecht und zur Rechtsvergleichung, Juli 2011,

Streitigkeiten können einmal über die Frage entstehen, ob ein Widerufsrecht  besteht (siehe die Citybankentscheidungen des LG Hamburg und des AG Hamburg-Harburg, 650 C 175/08 vom 20.11.2008)

Die Problematik des Widerrufsrechts hat aber auch wettbewerbsrechtliche Aspekte. Der Entscheidung des Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg, Urteil vom 03.06.2010 , 3 U 125/09 lag zugrunde, dass der Kläger den Beklagten im Wege der negativen Feststellungsklage aus Wettbewerbsrecht in Anspruch nahm.

Das HansOLG entschied, dass die Belehrung über Widerrufsrecht mit einleitendem Satz "Verbraucher haben das folgende gesetzliche Widerrufsrecht" zulässig sei.

Umstritten ist hier der Streitwert. Das OLG Hamburg meint in einem aktuellen Beschluss (Az. 3 W 189/07, 30.10.2007), dass eine unzureichende Widerrufsbelehrung kaum die Umsätze des Abmahners gefährden dürfte. Hierauf - so der Senat - komme es nicht entscheidend an. Wesentliche Kriterien seien in solchen Fällen vielmehr die Schwere des Verstoßes sowie der Umstand, dass jedenfalls durch die Vielzahl von Anbietern, die sich – „gerichtsbekannt“ - gerade im Bereich der vom Gesetz vorgeschriebenen Aufklärung der Verbraucher über deren Rechte im Fernabsatz nicht strikt an das Gesetz halten würden, die Wettbewerbsposition der rechtstreuen Wettbewerber tendenziell verschlechtert sein dürfte.

 Anders: OLG Düsseldorf, Beschluss vom 5. Juli 2007 - 1-20 W 15/07

Zur Zuständigkeit bei der negativen Feststellungsdklage:

 Eine negative Feststellungsklage kann als Gegenstück zur Leistungsklage vor dem Gericht erhoben werden, das für die Leistungsklage mit umgekehrtem Rubrum zuständig wäre (vgl. Teplitzky, Wettbewerbsrechtliche Ansprüche und Verfahren, 8. Aufl. Kap. 41 Rn 71; Köhler/Bornkamm, UWG, 28. Aufl. § 14 Rn 3).

ebenso AG Uelzen, 13 C 1524/10 unter Bezugnahme auf OLG Köln, GRUR 1978,  S. 656

 Prakt. Beispiel aus Hamburg (AG Wandsbek, 716a C 354/11)

 a)  Widerrufsbelehrung der Klägerin entsprach nicht den Anforderungen der §§ 360 I Ziffer 4, 312 d II BGB

b) Denn in ihr heißt es: "Die Frist beginnt nach Erhalt dieser Belehrung in Textform, jedoch nicht vor Erfüllung unserer Pflichten gemäß § 312e Abs. 1 Satz 1 BGB i.V.m. § 3 BGB Infoverordnung.”

c) Tatsächlich beginnt die Widerrufsfrist jedoch gemäß § 312 d II BGB frühestens mit Vertragsschluss. Dies gerade ergibt sich nicht aus der Widerrufsbelehrung der Klägerin. Ob vorliegend oder üblicherweise bei der Klägerin der Erhalt der Belehrung in Textform mit dem Vertragsschluss zusammen fällt, ist unbeachtlich, da der Verbraucher dies nicht weiss und er darüber hinaus gerade auf die Gesetzeslage hingewiesen werden soll. Nach dem Wortlaut der klägerischen Widerrufsbelehrung sind jedoch Fälle unabhängig vom Vertragsschluss denkbar, die den Lauf der Widerrufsfrist in Gang setzen - obwohl dies der Rechtslage nicht entspricht."

AG Hamburg-Wandsbek, Urteil vom 13.01.2012, Az. 716a C 354/11

Verbraucherschutz durch Information

Ein Sonderproblem ist der Verbraucherschutz durch Information.

s. demnächst:

Grube / Immel / Wallau,Verbraucherinformationsrecht,2013

hierzu öffentlich-rechtlich: Ferdinand Wollenschläger, Staatliche Verbraucherinformation als neues Instrument des Verbraucherschutzes. Möglichkeiten und Grenzen der Informationsbefugnis nach dem Verbraucherinformationsgesetz am Beispiel der Pankower Ekelliste und das Problem staatlicher Marktinformationen, VerwArch 102 (2011), Heft 1, 34 S., i.E.

 Angermann, Juliane, Die Verletzung vertragsschlussbezogener Informationspflichten des Europäischen Privatrechts : unionsrechtliche Vorgaben und Sanktionierung fehlerhafter Informationserteilung nach nationalem Recht  2010

Börger, Andreas,  Sanktionen für die Verletzung vorvertraglicher Informationspflichten: Eine Untersuchung gemeinschaftlicher Vorgaben und deren Umsetzung in Deutschland, Frankreich und Großbritannien

Hierzu auch das Verbraucherinformationsgesetz und die rechts- tatsächliche Auswertung dessen von Monika Böhm, Michael Lingenfelder und Wolfgang Voit in NVwZ 2011, 198 - 202, die vorschlagen, das VIG in ein einheitliches Informationsfreiheitsgesetz zu integrieren.

Brigitte Haar, Verbraucherschutz durch Informationsregeln beim Verbrauchsgüterkauf - Zur Struktur der Garantie gem. § 477 Abs. 1 BGB, VuR

Anne Kind, Die Grenzen des Verbraucherschutzes durch Information - aufgezeigt am Teilzeitwohnrechtegesetz,1998.

Schön, Wolfgang: Zwingendes Recht oder informierte Entscheidung - zu einer (neuen) Grundlage unserer Zivilrechtsordnung. In: Heldrich, Andreas / J. Prölss, I. Koller (Hrsg.): Festschrift für Claus-Wilhelm Canaris zum 70. Geburtstag, Band I. München, C.H. Beck, 2007, S. 1191 - 1211.

Heiderhoff, Information als Mittel des Verbraucherschutzes im europäischen Verbrauchervertragsrecht - eine Geschichte der Pyrrhussiege, Silesian Journal of Legal Studies, 2010

 Fr. Schoch, Neuere Entwicklungen im Verbraucherinformationsrecht, NJW 2010, 2241-2247

Marion Albers/Bettina Ortler, Verbraucherschutz und Markt- transparenz im Recht der Verbraucherinformation, Gewerbearchiv 2009, S. 225-230

 jetzt Langenbucher, Verbraucherschutz durch Leistungstransparenz in der Anlageberatung (gemeinsam mit A. Hackethal und S.Meyer)

Sonderheft 61/10 zfbf (Schmalenbachs Zeitschriftfür betriebswirtschaftliche Forschung), „Herausforderungen der Finanzkrise für das Bankcontrolling“, S. 108

 

Außergerichtlicher Verbraucherschutz

siehe jetzt neu:

 Berlin, Alternative Streitbeilegung in Verbraucherkonflikten,2014

Günter Hirsch, Außergerichtliche Beilegung von Verbraucherstreitigkeiten – ein alternativer Zugang zum Recht entsteht, NJW 2013, 2088

 Der Verbraucherbeirat bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist am 20.06.2013 in Bonn zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen.

 Hornuf, Lars/Engel, Martin, “Mediation als Verbraucherschutz – oderVerbraucherschutz vor Mediation?”, Neue Zeitschrift für Schiedsverfahren 10(1), pp.26-32.

Jens M. Scherpe, Außergerichtliche Streitbeilegung in Verbrauchersachen, Ein deutsch-dänischer Rechtsvergleich, 2002

Boysen / Plett,Bauschlichtung in der Praxis

Zum  Kapitalmarktrecht

a) Ombudsfrau für geschlossene Fonds

http://www.ombudsstelle-geschlossene-fonds.de/faq.html

 b)

Die Ombudsstelle für Investmentfonds beim Bundesverband für Investment und Asset Management (BVI) hat am 01.09.2011 ihre Arbeit aufgenommen. Sie kann von Verbrauchern kostenlos eingeschaltet werden, wenn sie der Ansicht sind, dass eine Fondsgesellschaft gegen Vorschriften des Investmentgesetzes verstoßen hat.

 Arzthaftung Christina Meurer, Außergerichtliche Streitbeilegung in Arzthaftungssachen - unter besonderer Berücksichtigung der Arbeit der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen bei den Ärztekammern, 2008 (Kölner Schriften zum Medizinrecht, Band 3)

krit. zur Arbeit der Gutachterkommissionen Giesen, Arzthaftungsrecht, 4.Aufl., positiver Weyers, siehe jetzt H. Dieter Laum, Gutachterkommission und Schlichtungsstellen bei den Ärztekammern in Deutschland - Ein wegweisendes Beispiel außergerichtlicher Streitbelegung, Festschrift für Samwer, S. 225 ff.

ders., MedR 2011 (n.B.:Verf. war Präsident des OLG und selbst Vorsitzender der Gutachterkommission für ärztliche Behandlungsfehler)

 Katzenmeier, Arzthaftpflicht in der Krise - Entwicklungen, Perspektiven, Alternativen, MedR 2011, S. 214 ff. (zur außergerichtlichen Streitbeilegung)

Die Arbeit der Gutachterkommissionen beruht auf einem Vertrag der Schadensversicherer mit den Ärtzekammer, s. Ulsenheimer in Laufs/Uhlenbrock, Handbuch Arztrecht, S.687

 Zahlen für 2010 jetzt in NJW Aktuell, Heft 28, 2011, S.10 (insg.7355 Fälle)

 6. Römermann, Ein nüchterner Blick auf den neuen Ombudsmann, AnwBl 2009, Seite 618

 7. von Thomas von Hippel, Der Ombudsmann im Bank- und Versicherungswesen

7b) Jürgen Basedow, Der Versicherungsombudsmann und die Durchsetzung der Verbraucherrechte in Deutschland, VersR 2008, 7c) Jürgen Basedow, Small Claims  Enforcement  in a High Cost Country: The German Insurance Ombudsman 

7c) Nadine Rheker, Die außergerichtliche Streit-beilegung im Privatversicherungsrecht - Der Sachverständige und der Ombudsmann

 Ferner Hirsch, Ansprache auf dem 3. Konfliktmanagement- Kongress 2006 in Hannover am 08.07.2006

Auszug:

" Ich möchte eine Form der außergerichtlichen freiwilligen Streit-schlichtung nicht unerwähnt lassen, die in einigen Branchen angeboten und dort überaus erfolgreich praktiziert wird: das Institut des Ombudsmanns. So gibt es Ombudsleute bei Banken, Bausparkassen und Versicherungen. Herr Professor Römer ist z. B. bekanntlich erster Ombudsmann für Versicherungen. Ein Ombudsmann ist nicht nur Schlichter. Er hat auch die Aufgabe, in einer Organisation oder in der Öffentlichkeit eine ungerechte Behandlung von Personengruppen zu verhindern. Er ist Sprachrohr von Personen, die ansonsten wenig Beachtung finden würden. (10) In welchem Umfang der Ombudsmann die Gerichte entlastet, ist mir nicht bekannt. Die Anzahl der Beschwerden lassen jedoch vermuten, dass dies nicht unerheblich sein dürfte. (11) So gehen beim Ombudsmann für Versicherungen jährlich über 15.000 Beschwerden ein, wovon etwa ein Drittel Erfolg hat.

 Römer,  Richter, Schlichter oder einfach nur Verbraucherschützer? -  "Leipziger Versicherungsseminare" Hrsg. Fred Wagner, Heft 6, 2005, S. 145 (Verbraucher und Recht " (VuR) 2005, S. 131 ff.)

Zu Erfahrungen des Ombudsmannes für Versicherungen:  Zeitschrift für Schadensrecht (zfs) 2003, S. 158

Erste Erfahrungen des Ombudsmannes

"Der Verkehrsunfall im Versicherungsrecht"

Deutscher Anwalt Verlag (DAV), 2003, S. 97 ff.

Streitschlichtung durch Ombudsmänner - Gefahr für Anwälte?

Georg Greißinger (Hrsg.) Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht

Festschrift zum 25-jährigen Bestehen, S. 331 ff.

Zum Einfluss der Organisationsformen von Schlichtungsstellen auf deren Erfolg

Nach einem Bericht der Verbraucherzentrale Hamburg (http://www.vzhh.de/ schulden/31551/banken ombudsmann. aspx) hat der Ombudsmann für Banken in einer Entscheidung (Az. G67/03 vom 21. August 2003) einem überschuldeten Kunden Recht gegeben, dem vom Geldinstitut die Einrichtung eines Guthaben-Kontos verweigert worden war. Trotz der Empfehlung des Zentralen Kreditausschusses, auch verschuldeten Kunden mit negativer "Schufa"-Eintragung auf deren Wunsch ein Girokonto auf Guthaben-Basis einzurichten, verweigern die meisten Geldinstitute das nach wie vor mit allerlei Ausflüchten. Der Kunde solle doch "woanders hingehen", heißt es, und wird abgewimmelt. Dem hat jetzt der Ombudsmann einen Riegel vorgeschoben und schrieb der Bank ins Stammbuch, sie habe die "Empfehlung der Spitzenverbände der deutschen Kreditwirtschaft (ZKA) zum "Girokonto für Jedermann" nicht beachtet.

Brömmelmeyer, Der Ombudsmann im Finanzsektor, WM 2012, S.337 ff.

Brödermann, Institutionelle Schlichtungsverfahren (Ombudsmannverfahren), in: Derleder, Peter/Knops, Kai-Oliver/Bamberger, Heinz Georg (Hrsg.), Handbuch zum deutschen und europäischen Bankrecht, § 66, S. 1953-2010, 2. Aufl., Berlin (Mit einer rechtsvergleichenden Synopse der Ombudsmann-Verfahren)

Vergleichbare Institutionen sind

Bürgerbeauftragter in RPfl (s. Landesgesetz über den Bürger- beauftragten vom 03. Mai 1974)

Bürgerbeauftragter gem. Artikel 8d und Artikel 138e des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft  [hierzu Annette Guckelberger, Der Europäische Bürger- beauftragte und die Petitionen zum Europäischen Parlament - Eine Bestandsaufnahme zu Beginn des 21. Jahrhunderts.(Schriftenreihe der Hochschule Speyer, Band 162) Berlin 2004]

Wehrbeauftragter, Bundesbeauftragter f. Zivildienst, Ausländer- und Asylbeauftragte

Daneben kennt bsw. Sachsen gemeindliche Schiedsstellen (Sächsiches Schiedsstellengesetz vom 1.1.2000)

 Für Hamburg speziell: Patienten-Ombudsmann des UKE

s. http://www.uke.de/patienten-besucher/index_5675.php

siehe Roland Makowka, Erfahrungen und Einsichten des Ombudsmanns in einer Hochschulklinik in Dieter Strempel / Theo Rasehorn (Hrsg.), Empirische Rechtssoziologie - Gedenkschrift für Wolfgang Kaupen, S.269

 Makowka, Roland: Als Ombudsmann beim Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf, Zeitschrift „Konsens“, 1999, S. 36 ff.

 Bericht über Roland Makowkas Tätigkeit bei Ira Mellenthin, Hamburger Abendblatt, Bd. 52 (1999),302, S.21

Diese Institution wurde nach dem sog. Bernbeck-Skandal geschaffen, hierzu

Jutta Krüger, Der Hamburger Barmbek-Bernbeck-Fall: rechtstatsächliche Abwicklung und haftungsrechtliche Aspekte eines medizinischen Serienschadens, 1993

Aufgrund der Liberalisierung u.a. des Telekommunikationsmarktes ist die Bundesnetzagentur immer wieder auch  als Ansprechpartner bei Problemen mit den jeweiligen Dienstleistungsanbietern gefragt.

s. http://www.bundesnetzagentur.de/DE/Verbraucher/verbraucher _node.html

 Zur gerichtsnahen Mediation in Hamburg:

Zur Mediation in Verbrauchersachen:

 http://www.mediation-in-niedersachsen.de/Forum_8_-_Hartges.pdf

Löhner, Anne: "Die freiwillige (nichtobligatorische) Streitschlichtung vor Gütestellen"

Wer soll schlichten zwischen Arzt und Patient: Forderungen und Vorschläge für eine grundlegende Reform ; eine Studie über Erfahrungen mit der Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der norddeutschen Ärztekammern / [Hrsg.:] Verbraucher-Zentrale Hamburg. Ruth Greiner; Charlotte Henkel; Christoph Kranich

Koch, Verbraucherrecht = brauchbares Recht? Ausgewählte Aspekte nach Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie. Zugleich ein Beitrag zu den Grundfragen der Rechtsharmonisierung, GPR 3/201 a) Herbert Messer(RaBGH), Der Schutz des Schwächeren im Zivilprozess, in: FS aus Anlass des fünfzigjährigen Bestehens von Bundesgerichtshof, Bundesanwaltschaft und Rechts-anwaltschaft beim Bundesgerichtshof, 2000 S.67 ff. herausgegeben von Geiß, Karlmann u.a.4

 

 

Verbraucherschutz durch Diverses

Rechtswahl 

Seibl,   IPRx 2011, 234 ff.

Zheng Sophia Tang, Electronic Consumer Contracts in the Conflict of Laws  (Oxford/Portland, Oreg. 2009), Besp. Mankowski,  RabelsZ 77 (2013), 185-191

 

Behme,Rechtswahlfreiheit ohne Grenzen? Zur Erweiterung der Privatautonomie durch die europäischen Grundfreiheiten und zum Wettbewerb der Rechtsordnungen, in: M. Nueber / D. Przeszlowska / M. Zwirchmayr (Hrsg.), Privatautonomie und ihre Grenzen im Wandel (Wien: Verlag Österreich, 2015), S. 221 - 242.

 

Peter Andreas Brandt, Grenzüberschreitender Verbraucherschutz in der EU – Ungereimtheiten und Wertungswidersprüche im System des europäischen Kollisions- und Verfahrensrechts,IPRax 2013, S. 126

 Hermann Hoffmann, Lars Stegemann, Die Parteiautonomie im internationalen Schuldvertragsrecht, JUS 2013

 Thomas Richter,  Die rügelose Einlassung des Verbrauchers im Europäischen Zivilprozessrecht, Recht der Internationalen Wirtschaft 2006, S. 578-583.

Gerald Mäsch, Rechtswahlfreiheit und Verbraucherschutz (1993), Dissertation Passau

Rezension: Mankowski in NJW 1993, 31282

Mit der AGB-Klausel „Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts, auch wenn aus dem Ausland bestellt wird” hatte sich das LG Hamburg (Az. 327 O 779/10) zu beschäftigen.

Dabei ging es um die Frage, ob diese Klausel wettbewerbswidrig ist.

Das Gericht stellte fest, dass die Klausel nicht gemäß §§ 3, 4 Nr. 11 UWG wettbewerbswidrig ist. Das Gericht ist der Ansicht, die Kollisionsnormen der ROM-I-VO stellen keine Marktverhaltensregeln dar.

Kathrin Kroll-Ludwigs , Die Rolle der Parteiautonomie im europäischen Kollisionsrecht / von

Rühl,  Consumer Protection in Choice of Law, in: Cornell International Law Journal [Cornell Int'l L. J.] 44 (2011), S. 569-601, auch erhältlich unterhttp://papers.ssrn.com/so13/papers.cfm?abstract_id=1816641, gekürzte spanische Übersetzung abgedruckt in Anuario Espanol de Derecho Internacional Privado [AEDIPr] 11 (2011), S. 91-121 (s.u.).

Dem Problem des Verbraucherschutzes durch Rechtswahl widmete sich früher Art. 29 EGBGB. Die bisherigen international- privatrechtlichen Vorschriften des EGBGB über vertragliche Schuldverhältnisse (Art. 27 bis 37) sind am 17.12.2009 außer Kraft getreten und durch die Rom-I-Verordnung ersetzt worden.

Unter dem Titel „Interessenpolitik und europäisches Kollisionsrecht“ präsentiert Peter Mankowski rechtspolitische Überlegungen zur Rom I- und zur Rom II- Verordnung.

Verlagstext hierzu:

"Internationales Privatrecht gilt als unpolitisch. Die Realität hat indes längst das Gegenteil erwiesen. In immer stärkerem Maße kämpfen Interessengruppen auch im IPR für ihre Partikularinteressen. Dies hat sich insbesondere auf der europäischen Ebene erwiesen. Dort kämpfen nicht selten bestimmte Staaten für die Interessen einzelner Branchen, die ihn ihnen jeweils besonders stark sind. Die Rom I- und die Rom II-Verordnung – das europäische IPR der vertraglichen und der außer- vertraglichen Schuldverhältnisse – sind voller Regeln, aus denen man solche Einflussnahme ablesen kann. Oft sind sie versteckt, und oft findet man sie in Ausnahmeregeln, die auf die Interessen bestimmter Branchen zugeschnitten sind. Insbesondere der Finanzsektor hat seine Interessen wohl zu wahren gewusst. Noch dem Kampf um die Rechtswahl wohnt ein Kräftemessen inne. Eine systematische und nicht nur punktuell ansetzende Analyse der rechtspolitischen Fragen rund um die Rom I- und die Rom II-VO fehlt bisher. Diese Lücke wird jetzt geschlossen."

Ders., Die Darlegungs- und Beweislast für die Tatbestände des Internationalen Verbraucherprozess- und Verbrauchervertragsrechts: IPRax 2009, 474-484

Ders.,  P.-A. Brand, Grenzüberschreitender Verbraucherschutz in der EU – Ungereimtheiten und Wertungswidersprüche im System des europäischen Kollisions- und Verfahrensrechts, IPrax 2/2013

Zum Problem der internationalen Zuständigkeit für Verbrauchersachen nach Art. 15, 16 bei Vertragsschluss aufgrund von Werbung auf Internetseiten; dem  Merkmal des "Ausrichtens" einer gewerblichen Tätigkeit auf einen Mitgliedstaat (Art. 15 I lit. c EuGVO), dem Begriff der Pauschalreise i.S.v. Art. 15 III EuGVO

EuGH (Große Kammer) , Urteil vom 7. 12. 2010 - C-585/08, C-144/09 Peter Pammer/ Reederei Karl Schlüter GmbH Co. KG und Hotel Alpenhof GesmbH/ Oliver Heller

Schiedsverfahren:

BGH, Urteil vom 1. 3. 2007 - III ZR 164/06; LG Dortmund (Lexetius.com/2007,406) - Schiedsklausel in Verbrauchervertrag, Anm. JZ 2008, S. 359 ff.

Katharina Hilbig-Lugani, Absoluter Verbraucherschutz bei unzulässigen AGB-Schiedsvereinbarungen?, SchiedsVZ 2010, S. 74-81

Lars Weihe, Der Schutz der Verbraucher im Recht der Schiedsgerichtsbarkeit, 2005

Henryk Hielscher, Michael Kroker, Max Haerder und Anke Henrich,  Schiedsgerichte - Justitia verzieht sich ins Hinterzimmer, Die WirtschaftsWoche 03.05.2013 (zum Toll-Collect Verfahren)

MATUSCHE-BECKMANN und KUMPF, Schutz des Verbrauchers vor der Schiedsgerichtsbarkeit?  - Gedanken zum Urteil des Bundesgerichtshofes vom 19.05.2011 (III ZR16/11), FS Helmut Rüßmann, S. 587 ff.

ZPO

Herbert Roth: Empfiehlt sich ein Sonderprozessrecht für Verbraucher? , Freiburger Symposion am 27. April 2013 anlässlich des 70. Geburtstages von Rolf Stürner, Hrsg. v. Alexander Bruns, Joachim Münch u. Astrid Stadler

Bettina Heiderhoff, Einflüsse des europäischen Privatrechts zum Schutz des Verbrauchers auf das deutsche Zivilprozessrecht, ZEuP 2/2001

Andreas Kleinknecht, Die verbraucherschützenden Gerichts- stände im deutschen und europäischen Zivilprozessrecht,2007

Nina Kumm, Notwendigkeit und Ausgestaltung eines Verbrauchergerichtsstandes im deutschen Zivilprozessrecht, 2007

Frauke Bahnsen, Verbraucherschutz im Zivilprozeß - Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der DDR-Novelle der Zivilprozeßordnung vom 29. Juni 1990, 1997 (Diss Hamburg)

Notare

Gärlitz, Das Notariat als Instrument des präventiv hoheitlichen Verbraucherschutzes?, in: Martin Schmidt,Kessel (Hrsg.), Notariat und Verbraucherschutz

Peter Ulmer, Notarielle Verbraucherverträge und § 24 a AGBG
- Verbraucherschutz contra Rechtssicherheit?, FS Heinrichs, S. 555

St. Lorenz, Privatautonomie, Vertragsbindung und neues Kaufrecht, in: Deutsche Notarrechtliche Vereinigung (Hrsg.), Der notarielle Kaufvertrag: Eine Bestandsaufnahme der Schuldrechtsreform und der europäischen Einflüsse, Symposion des Instituts für Notarrecht an der Universität Würzburg, 2005, S. 4 - 23.

Für die notarielle Praxis siehe § 17 BeurkGAbs. 2a

dazu Armbrüster in ders./Preuss/ Renner, Beurkundungs-gesetz und Dienstordnung für Notarinnen und Notare, 5. Aufl., 2009, § 17 BeurkG, Rd.144 ff.:

Beachte aber:

"Ein Verstoß gegen § 17 berührt die Wirksamkeit des beurkundeten Rechtsgeschäfts nicht, ist allerdings die wesentliche Ursache für gegen den Notar gerichtete Ansprüche wegen Verletzung der Amtspflicht" (Lerch, BeurkG, 4. Aufl., § 17, Rd. 69)

siehe jetzt : BGH, 7.2.2013 - III ZR 121/12 (2-Wochen-Frist des § 17 Abs. 2a S. 2 Nr. 2 BeurkG nicht disponibel )

Paul Terner, Verbraucherschutz durch Notare (Bsp. BGH, NJW 2013, 1451) , NJW 2013, S. 1404 ff.

 Wolfgang Lüke, Verbraucherschutz durch Notare im Wandel der Zeit – Anforderungen an die verbraucherschützende Qualität notarieller Tätigkeit im Zeitalter des elektronischen Rechtsverkehrs, in: Lüke/Püls (Hrsg.) – E-Justiz: Notare als Mittler und Motoren im elektronischen Rechtsverkehr, Tagungsband des 3. Dresdner Forums für Notarrecht, Baden-Baden, 2011, S. 9 – 33

 Peter Limmer, Vertragsgerechtigkeit notarieller Urkunden und europäischer Verbraucherschutz, in NOTAR UND RECHTSGESTALTUNG Tradition und Zukunft - Jubiläums-Festschrift des Rheinischen Notariats, S. 16 ff.

Brambring, Wer schützt den Verbraucher vor dem Verbraucherschutz ?, ZNotP 2003, S. 42 ff.

Kanzleitener, ZfIR 2009, S. 627 f.

Hinzuweisen ist insoweit noch auf einen Vortrag von Knieper, der – da sich mit vorbeugender Rechtspflege befassend-  zwar nicht unbedingt allein zum Verbraucherschutz zählen ist, aber gleichwohl wichtig ist.

 K. bezieht Stellung gegen unter anderem von der Weltbank in ihren "Doing Business Reports" geäußerten neo-liberalen Tendenzen, denen zufolge die Beratung und Beurkundung von Rechtsgeschäften durch Notare nicht mehr zeitgemäß und zu teuer sei

Er argumentiert, dass ein Staat auch immer daran gemessen, wie er die öffentlichen Infrastrukturen schafft, in denen die Menschen miteinander Verträge schließen könnten. In Anlehnung an die Institutionenökonomik sprach er sich dafür aus, "durch die Schaffung einer stabilen Ordnung die Unsicherheit menschlicher Interaktionen zu vermindern." Eine besondere Rolle im Rahmen dieser stabilen Ordnung komme der vorsorgenden Rechtspflege, also in erster Linie verlässlichen Handelsregistern und Grundbüchern sowie der notariellen Beurkundung wichtiger Rechtsgeschäfte zu.

Inhaltskontrolle

Siehe auch  Symposion „Gestaltungspraxis und Inhaltskontrolle“ mit folg. Vorträgen:

Problemfelder der Inhaltskontrolle in der notariellen Gestaltungspraxis

Inhaltskontrolle im Erbrecht

AGB-Kontrolle bei M&A-Verträgen

Unwirksame Klauseln im Bauträgervertrag

Inhaltskontrolle im Gesellschaftsrecht

 Tobias Miethaner, AGB-Kontrolle versus Individualvereinbarung: Zweck und Grenzen (Diss)

§ 138 BGB

Schärtel , "Die Guten Sitten in § 138 BGB als Schranke privatautonomer Gestaltungsmach", 2013

Ein Beispiel für § 138 BGB:

Die Käuferin erwarb im Jahre 2006 eine 33 qm große vermietete Eigentumswohnung in Berlin-Friedrichshain zu einem Kaufpreis von 76.200,00 €.  Später stellte sich heraus, dass die Wohnung lediglich 29.000,00 € wert war. Die Käuferin klagte vor Gericht auf Rückabwicklung des Kaufpreises und bekam vor dem Landgericht Berlin (Urteil vom 15.April 2011 - Az 20 O 30/10) Recht.

Das Kammergericht Berlin bestätigte dieses Urteil nunmehr im Berufungsverfahren (Kammergericht, Urteil vom 15. Juni 2012 - 11 U 18/11 -)

 Ferner: BGH, 10.02.2012 – V ZR 51/11 

auch bei notariellen Veträgen:

 Urteil des Oberlandesgerichts Saarbrücken, Az.: 8 U 26/06-7

Produktrückruf

 Schrenk/Vieweg,  Produktrückruf als Instrument präventiven Verbraucherschutzes – Bisherige Rechtslage und Änderungen nach Inkrafttreten des Produktsicherheitsgesetzes,  Jura 1997, S. 561 ff.

INGEBORG SCHWENZER, MAREIKE SCHMIDT , Pflicht zum Rückruf fehlerhafter Produkte

Was vom Wucher übrigbleibt. Zinsverbote im historischen und interkulturellen Vergleich, VII, 200 S. (gemeinsam hrsgg. mit Matthias Casper und Norbert Oberauer), Tübingen 2013, i.E.

Preisrecht:

Peter Derleder,Der Stopp der Gaspreiserhöhungen durch die Zivilrechtsprechung. Vorstellung und Analyse eines wundersamen Eingriffs, KJ 3/2010, S. 292 ff.

Hamburger Rechtsprechung hierzu:

Das LG Hamburg hat die Auffassung vertreten, dass die Preisklausel des zwischen E.ON Hanse und dem Beklagten geschlossenen Gaslieferungsvertrag gemäß § 307 BGB unwirksam ist.

LG Hamburg, Urt. v. 27.10.2009 (Az.: 301 O 32/05)

Schulte-Nölke, Hans, Verbraucherpolitische Aspekte des deutschen Preissystems : Schlussbericht (Schriftenreihe: Schriftenreihe des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz : Reihe A, Angewandte Wissenschaft ; 516)

 Dan Wielsch, Die Kontrolle von Energiepreisen zwischen BGB und GWB“, in: JZ 2008, S. 68 - 73

 Carl Wolfgang Neumann, Allgemeine Wettbewerbstheorie und Preismißbrauchsaufsicht, Neuwied-Darmstadt1983 [Bsp. Joerges, Zeitschrift für das gesamte Handelsrecht und Wirtschaftsrecht 1985, S. 361-366.]

 Zum Zins: Max Vollkommer, Zinsfreiheit und rechtliche Kontrolle der Zinshöhe, in ders., Hrsg., Der Zins in Recht, Wirtschaft und Etheik- Atzelsberger Gespräche 1988, S. 7 ff.

 Hubertus Bauriedel, Die Zulässigkeit der Inhaltskontrolle staatlich genehmigter Preise (Diss, unter www.bauriedel.de)

 

Verbraucherschutz durch Berufshaftung und Berufsregeln

Die  nachfolgenden ersten Erwägungen fussen namentlich auf dem Skript von Prof. Damm, Uni Bremen, Dienstleistungshaftung , WS 2008/2009

 Damm selbst schreibt:

" Dienstleistungshaftung betrifft einen wichtigen Bereich des zivilistischen Haftungsrechts. Es geht dabei um einen der am meisten expandierenden Ausschnitte des allgemeinen Zivilrechts. In rechtsdogmatischer Hinsicht ist die Verknüpfung mit den wichtigsten Instituten des vertraglichen, quasivertraglichen und deliktischen Haftungs- und Schadensrechts kennzeichnend. In rechtstatsächlicher Hinsicht ist ein breites Feld unterschiedlicher Märkte sowie ein weites Spektrum ausdifferenzierter Rechtsbereiche und Vertragsbeziehungen betroffen. Einschlägig sind namentlich Dienst- und Werkvertrag, Auftrag und Geschäftsbesorgung in unterschiedlichen Handlungs- und Berufsfeldern. Hinsichtlich der deliktsrechtlichen Haftung ist zu berücksichtigen, dass es in den behandelten Bereichen ganz überwiegend um "primäre" Vermögensschäden geht.

Auch die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften haben erhebliche Schwierigkeiten mit der Frage, was "Dienstleistung" begrifflich überhaupt ist. Repräsentativ ist eine Abgrenzung der Dienstleistung gegenüber der Produktion von Sachgütern (haftungsrechtlich also dem Bereich der Produkthaftung). Gegenstand von Dienstleistung ist danach die "Produktion" von immateriellen Gütern, wobei sich Dienstleistungen aber auch auf materielle Güter beziehen können. Unbestritten ist das außerordentlich große wirtschaftliche Gewicht von Dienstleistungen und ihre gegenüber der industriellen Produktion immer größere Bedeutung. Dies kennzeichnet die daher auch schon so genannte „Dienstleistungsgesellschaft“ mit ihrem immer breiter werdenden „tertiären Sektor“. Vor diesem Hintergrund geht es in der Veranstaltung um Dienstleistungshaftung in der Dienstleistungsgesellschaft.

Anknüpfungspunkt der rechtlichen Regelung ist danach nicht ein Produkt, sondern der Einsatz menschlicher Fähigkeiten und Arbeitskraft. Einschlägig sind die Haftung von Freiberuflern, Sachverständigen, Anlageberatern und Banken sowie die Bereiche des Bau-, Reparatur-, Transport-, Reise- und Vertriebswesens. Kennzeichnend ist, daß es hinsichtlich der Haftungssubjekte vielfach um die Haftung besonders sachkundiger Personen, also von "Experten" geht und mit Blick auf die betroffenen Pflichten namentlich um Auskünfte, Beratung und Begutachtung. Insofern geht es insbesondere um Dienstleistungshaftung als Berufs- oder Expertenhaftung sowie speziell Informationshaftung. Die Materie ist auch in internationaler, nicht zuletzt europäischer Perspektive von erheblicher Bedeutung. "

 Beispiele:

Damm, Ästhetische Chirurgie und Medizinrecht – Normstrukturen, Regelungsprobleme und Steuerungsebenen, GeshR 2010, S. 641 ff.

ders., Privatautonomie und Patientenautonomie - Selbstbestimmung auf Güter-, Dienstleistungs- und Gesundheitsmarkten, FS Eike Schmidt, S. 73 ff.

Stefanie Heidelk, Gesundheitsverletzung und Gesundheitsschaden

 Der Dienstvertrag ist ebenso wie der Geschäftsbesorgungsvertrag im Schrifttum eher stifmütttlerlich behandelt worden, siehe aber:

 Melanie Stähler, Der freie Dienstvertrag in der Rechtsprechung seit 1900 (Diss jur.)

 Martin Illmer, DEUTSCHES UND EUROPÄISCHES WERK- UND DIENST(LEISTUNGS) VERTRAGSRECHT - Die Systematik des Werk- und Dienst(leistungs)vertragsrechts in rechtsvergleichender Perspektive

Thomas Kadner Graziano, Dienstleistungsverträge im Recht der Schweiz, Österreichs und Deutschlands im Vergleich mit den Regelungen des Draft Common Frame of Reference, in Service Contracts / hrsg. von Reinhard Zimmermann, S. 59 ff.

KERSTIN TILLMANNS, Strukturfragen des Dienstvertrages -  Leistungsstörungen im freien Dienstvertrag und im Arbeitsvertrag [dazu auch Canaris, Die Problematik der Minderung beim Dienstvertrag, in: Festschrift für Karsten Schmidt, 2009, S. 177 – 198]

 Heribert Hirte, Berufshaftung. Ein Beitrag zur Entwicklung eines einheitlichen Haftungsmodells für Dienstleistungen. Schriften des Instituts für Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Universität zu Köln,München 1996.

 G.Schiemann, Haftung der Dienstleistungsberufe nach deutschem Recht, in: E. Deutsch/J. Taupitz (Hrsg.), Haftung der Dienstleistungsberufe, 1993, 137-166.

ders.,Wandlungen der Berufshaftung, in: H. Lange/K. W. Nörr/H. P. Westermann (Hrsg.), Festschrift für Joachim Gernhuber zum 70. Geburtstag, 1993, 387-406.

Christiane Wendehorst, Das Vertragsrecht der Dienstleistungen im deutschen und künftigen europäischen Recht, in: Archiv für die civilistische Praxis (AcP) 106 (2006), Seiten 205 – 299